Beispiel 2: Mediation in der Schule

 

Konfliktparteien:
1 Klasse Gymnasium (13 Mädchen/10 Buben).

Konflikt:
eine Außenseiterin – ständige Konflikte untereinander.

Konfliktbeurteilung:
starke emotionale Belastung der SchülerInnen, gegeneinander statt miteinander, AußenseiterIn wird immer an den Rand gedrängt.
     
Teilnehmer:
Schulklasse und zwei Mediatoren (eine Frau und ein Mann).

Mediationsort:
in der Schule – großer Raum.

Abschluss:
die Konflikte wurden bearbeitet, es wurde zu einem miteinander, mittels des Außenseiterrituals wurde es für alle Beteiligten spürbar -  wie es der außen stehenden Person geht und umgekehrt und welche Bedürfnisse dahinter stehen. Diese ist eine besonders wichtige Erfahrung, die für die Kinder in allen Lebensbereichen einen unschätzbaren Wert darstellt. Miteinander statt gegeneinander. Sie wird den Kindern auch später im Berufsleben sehr hilfreich sein.

Erfolgsursache:     
Herausarbeiten der Gemeinsamkeiten, der Bedürfnisse, die Erkenntnis, dass jeder eine andere Wahrnehmung hat und wie wichtig das Rückfragen zur Vorbeugung von Missverständnissen ist, respektvoller Umgang miteinander.

Feedback:
Das Ergebnis der Einbeziehung eines professionellen Mediators brachte sichtbare Erfolge: Abbau von Vorurteilen in der Gemeinschaft, Verständnisfindung wie Akzeptanz für die einzelne Person. Wir erlebten Gemeinschaft mit einer neuen Begegnungskultur. Ein voller Erfolg für unsere Einrichtung.

Besonderheiten:    
Fehlendes Verständnis – jeder für sich – maximal Kleingruppenbildung – keine Rückfragen – ein Opfer, damit  man selbst nicht Gefahr läuft in die Außenseiterposition zu gelangen.

Zeit:
zwei Sitzungen zu je 2 Stunden.

Folgewirkung:
  
Gutes Klima in der Klasse, miteinander statt gegeneinander. Konstruktiver Umgang mit Konflikten.